Unsere Saison 2023/24 starten wir mit «Play Big!»

Zusammen mit der NDR Bigband und dem Chorwerk Ruhr starten wir am 21. und 22. September bei der Ruhrtriennale und am 1. Oktober in Kooperation mit dem Musica Festival Strasbourg im Sportzentrum Pfaffenholz, Saint-Louis in die neue Saison.

Fulminant eröffnen wir die erste Saison unter unserem neuen Principal Conductor Titus Engel mit mitreissender Musik im Grossformat.
Auf dem Programm stehen Werke, die sich im Spannungsfeld zwischen Neuer Musik und Jazz bewegen: Sofia Gubaidulinas «Revuemusik für Sinfonieorchester und Jazz-Band» (1976/1995/2002), die Uraufführung von Michael Wertmüllers «Shlimazl für Sinfonieorchester und Bigband» (2023) und Simon Steen-Andersens «TRIO für Orchester, Bigband, Chor und Video» (2019).

Bigband und Sinfonieorchester sind wie Pinguin und Eisbär – sie begegnen sich (fast) nie. Nichts desto trotz könnte das Programm auch das Motto «Zurück zu den Wurzeln» tragen. Denn mit ihren vielfältigen Beziehungen zwischen Jazz und Klassik knüpfen die präsentierten Werke an die Anfänge des Jazz und den Aufbruch in die Moderne um 1900 an.

Für die russische Komponistin Sofia Gubaidulina liegt gerade in der Fremdheit dieser beiden Welten ihr Reiz: Mit der skurril-bizarren Mischung aus orthodoxem Gesang und russischer Lautlyrik, Jazz und Sinfonik sowie amerikanischem Hollywood-, Disko- und Bigband-Sound zählt die Revuemusik zu den Meisterwerken des subversiven Moskauer Konzeptualismus.

Auch Michael Wertmüller aus dem schweizerischen Thun musste für seine Verbindung von Neuer Musik und Jazz oft Vorurteile einstecken. Als Perkussionist wirkte er in Sinfonieorchestern und Bigbands, arbeitete mit vielen Jazzern: darunter mit dem im Juni verstorbenen Peter Brötzmann, dem er sein neues Werk «Shlimazl» widmet. Im Gegensatz zu Gubaidulinas collagehafter Revuemusik vereinen sich hier Sinfonieorchester und Bigband zu einem organischen Miteinander. Wertmüller führt in seinem von der Basel Sinfonietta in Auftrag gegebenen Werk diese Welten zusammen – und beweist, wie Komplexität und Coolness mühelos vereinbar sind.

Der mit der Basel Sinfonietta eng verbundene dänische und in der Schweiz lehrende Komponist Simon Steen-Andersen wiederum setzt in seinem «Trio» für Sinfonieorchester, Vokalensemble und Bigband die Klangkörper mit historischem audiovisuellem Material zu einer fantastischen Zeitmaschine zusammen. Die gegenwärtigen und die korrespondierenden im Video zugeschalteten Klangkörper aus dem SWR-Archiv stellt er in den Dienst seines überbordenden Spieltriebs.

Wir freuen uns auf die kommende Saison mit Musik am Puls der Zeit!

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