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Ukraine und Europa
Tjøgersen, Korsun, Kikoutchi, Turkevych

K3 — Female Empowerment
Sonntag, 24. Januar 2027, 19 Uhr
Stadtcasino Basel

Tickets

Kristine Tjøgersen

«Between Trees» | CH

Anna Korsun

«In einem anderen Raum» | CH

Ezko Kikoutchi

«INOCHI 命» | UA

Stefania Turkevych

Symphonisches Gedicht «La Vita» | UA

Susanne Blumenthal, Leitung
Basel Sinfonietta

Geprägt von unterschiedlichen Lebenswegen und Kulturräumen, stehen vier Komponistinnen im Mittelpunkt eines bedeutenden Programms, das Gastdirigentin Susanne Blumenthal zur Aufführung bringt. Der Fokus Ukraine ist dabei zentral: So bildet das Konzert den Auftakt einer fünfjährigen Zusammenarbeit mit dem Ukrainian Institute, in deren Rahmen das Schaffen verfolgter ukrainischer Komponist:innen der Sowjetzeit beleuchtet sowie jungen ukrainischen Komponist:innen eine Plattform geboten wird.

Im Vordergrund steht Stefania Turkevych, die vermutlich erste ukrainische Komponistin, und ihr Symphonisches Gedicht «La Vita» (1965). Turkevych lebte von 1898 bis 1977, lernte in Berlin bei Arnold Schönberg und Paul Hindemith, schrieb mehr als hundert Werke — und wurde fast aus der Musikgeschichte gestrichen. Nach ihrer Flucht vor dem sowjetischen Regime in den Westen nach dem Zweiten Weltkrieg blieb ihre Musik in der Sowjetukraine lange Zeit verboten. Mit dieser Kooperation nimmt die Basel Sinfonietta Stellung zum Thema der Verantwortung von Künstler:innen in Zeiten, in denen die Meinungsfreiheit unter Druck steht, und hebt die Bedeutung des künstlerischen Schaffens und Teilens hervor: Denn inmitten von Krieg und Konflikt kann Kunst nicht nur Ausdruck, sondern auch Widerstand, Trost und Brücke sein. 

Das zeitgenössische Pendant zu Turkevych bildet die ukrainische Komponistin Anna Korsun. Ihr Werk «In einem anderen Raum» für Orchester und Smartphones aus dem Jahr 2016 vermittelt die Erfahrung gleichzeitiger Nähe und Distanz — an einem Ort sein und etwas wahrnehmen, das scheinbar anderswo hingehört.

Fernab von Technologie führt die norwegische Komponistin Kristine Tjøgersen auf eine Klangreise in den Wald: «Between Trees» thematisiert Gespräche zwischen Bäumen, Verflechtungen von Flora und Fauna sowie die Beziehung zwischen Mensch und Natur. 

Ergänzt wird das Programm durch die Uraufführung von Ezko Kikoutchis «INOCHI 命» (japanisch für «Leben»). Der Frage nach dem Sinn des Lebens nähert sich die japanisch-schweizerische Komponistin auf eine persönliche Weise: «Zu leben und dabei Musik zu schaffen — das ist für mich das Wichtigste. Sich verirren, voranschreiten, sich freuen und manchmal trauern und Kummer empfinden. […] Wenn dieses kostbare Leben in Klang gewoben wird, wie wird es dann in den Herzen derer widerhallen, die zuhören?»


In Kooperation mit dem Ukrainian Institute

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