James Dillon
«Blitzschlag»
Nina Senk
«Changing» for Orchestra
Vera Fischer, Flöte
Titus Engel, Leitung
Basel Sinfonietta
Der Saisonauftakt steht im Zeichen der Naturereignisse: So faszinierend wie unberechenbar wir-ken sie auf unsere Welt und ihre Lebewesen. In Zusammenarbeit mit dem Musikfestival Bern zum diesjährigen Thema «Blitz» wird das Konzertprogramm am 2. September als Gastspiel in Bern auf-geführt. Dabei stehen zwei elektrisierende Werke im Vordergrund. Da ist James Dillons «Blitz-schlag» aus den 1990er-Jahren, ein Konzert für Flöte und Orchester. Nach «Überschreiten» und «Helle Nacht» ist es das abschliessende Werk seines «German Triptych» — in ihm vertonte der schottische Komponist die Idee einer Erleuchtung, die aus der Dunkelheit entspringt.
Weniger abrupt geht es beim Werk der slowenischen Komponistin Nina Šenk zu. «Changing» be-ginnt mit einem einzelnen Ton, an den langsam und stetig neues Material «angeklebt» wird. Ent-standen nach der COVID-Pandemie, beschäftigt sich die Komposition mit Instabilität und Verände-rungen. Dabei bleibt die monotone Grundidee stets wiedererkennbar, aber nie identisch. In leiser Vorwärtsbewegung hebt und senkt sich das Stück wie Atemzüge — so wird das Orchester mit viel-fältigen Perkussionselementen sozusagen zum organischen Atemtrakt.


