Die und Wir?

1. Abo-Konzert
So, 29.09.24, 19.00 Uhr
Stadtcasino Basel
Der Ticketverkauf für die Einzelkonzerte startet voraussichtlich ab Mitte August.
Yurii Pikush

Domi Res Militaris (2024) CH
(Auftragswerk des Warschauer Herbst)

Sergej Newski

Göttin der Geschichte für Mezzosopran und Orchester (2024) CH
(Auftragswerk der Basel Sinfonietta, Westdeutscher Rundfunk Köln (WDR), Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin (RSB))

Aleksandra Słyż

Suspended in Ratios (2024) CH
(Auftragswerk des Warschauer Herbst)

Stefan Keller

Ein sicherer Hafen für Mezzosopran, Sprecher und Orchester (2024) CH
(Auftragswerk der Basel Sinfonietta)

Christina Daletska, Mezzosopranistin
RAPHAEL CLAMER, SPRECHER
Titus Engel, Dirigent
Basel Sinfonietta

Im Blick gen Osten tun sich Abgründe auf. Die Welt ist aus den Fugen, auch in unserer Nachbarschaft: in Mittelosteuropa. In der Ukraine tobt ein Krieg, der die Welt in Atem hält. Ein neuer Eiserner Vorhang trennt Europa. Welche Konsequenzen hat das, und was macht das mit uns? Zur Saisoneröffnung stellen die vier Uraufführungen nicht nur Fragen in den Raum, sondern zugleich Perspektiven: schöpferisch vielfältig und diskursiv.

Aus der Ukraine stammt Yurii Pikush, Sergej Newski lebt als Russe in Deutschland, Aleksandra Słyż ist Polin und Stefan Keller Schweizer. Als Botschafterin fungiert die Mezzosopranistin Christina Daletska. Sie wurde in der Ukraine geboren und lebt in der Schweiz. Was alle eint, ist eine kritische Haltung. Da ist Newski: Seit vielen Jahren kritisiert er die russische Politik – auch in Zeitungsartikeln.

Sein neues Werk «Göttin der Geschichte» für Mezzosopran und Orchester basiert auf einem Text des Litauers Thomas Venclova. «Sei gegrüsst, du vergessene Göttin der Geschichte, / mit deinem Gefolge aus Raketenhülsen und toten Kriegern», heben die Worte an. In «Domi Res Militaris» fragt hingegen Pikush, wie viel Verantwortung auch der Einzelne bei «militärischen Angelegenheiten im Inland» trägt.

Mit «Suspended in Ratios» legt Słyż eine elektroakustische Drohnen-Komposition vor, um Verhältnisse zwischen Intonation und Mikrotonalität auszuloten. Dagegen stellt Keller in «Ein sicherer Hafen» für Mezzosopran, Sprecher und Orchester nach Worten von Melinda Nadj Abonji und Iryna Shuvalova die schweizerisch gefärbte Frage, wie viel Neutralität man sich in Zeiten von Krisen und Kriegen erlauben kann und darf.

Konzerteinführung um 18.15 Uhr

In Kooperation mit dem Warschauer Herbst
Mit finanzieller Unterstützung durch die FONDATION SUISA

CH Schweizer Erstaufführung
Programmänderungen vorbehalten

Foto: Lucia Hunziker

WIR DANKEN UNSEREN HAUPTPARTNERN

Wir benutzen Cookies

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.