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3. Abo-Konzert:
Sprechende Pfade

Basel, Musical Theater
So 28. Januar 2018, 19 UHR
Tickets

Sarah Nemtsov Schweizer Erstaufführung

Scattered Ways (2015)

Mike Svoboda Uraufführung

"Wittgenstein & Twombly" für Saxofon & Orchester (2017)

Jonathan Harvey

"Speakings" für Orchester und Elektronik (2008)

Baldur Brönnimann Dirigent

Baldur Brönnimann ist einer der führenden Dirigenten für zeitgenössische Musik. In Basel geboren und in Pratteln aufgewachsen, studierte er zunächst an der Musikakademie der Stadt Basel und anschliessend am Royal Northern College of Music in Manchester, wo er nach seinem Studienabschluss als Lehrbeauftragter für Dirigieren tätig war.

 

Baldur Brönnimann wird weltweit als sehr flexibler Dirigent mit aufgeschlossenem Ansatz und einer besonderen Affinität für die komplexesten zeitgenössischen Partituren geschätzt. Aufgrund seiner grossen Offenheit ist er weltweit sowohl im Konzertsaal wie auch im Opernhaus sehr gefragt.

 

Seit September 2016 ist Baldur Brönnimann Principal Conductor der Basel Sinfonietta – und damit der erste Dirigent überhaupt, den das sich selbst verwaltende Orchester für eine kontinuierliche Zusammenarbeit engagiert hat. Sein Debut mit der Basel Sinfonietta gab er im Januar 2016.

 

Neben einer regelmässigen Zusammenarbeit mit den führenden Ensembles für zeitgenössische Musik wie dem Klangforum Wien oder dem Ensemble Intercontemporain ist Baldur Brönnimann eng mit dem Teatro Colón in Buenos Aires verbunden, für welches er regelmässig Neuproduktionen zeitgenössischer Opern erarbeitet.

 

Seit Januar 2015 ist er zudem Chefdirigent des Orquestra Sinfónica do Porto Casa da Música. Dort etablierte er aussergewöhnliche Konzertprogramme, die überraschende Verbindungen zwischen dem Standardrepertoire und unbekannten oder zeitgenössischen Werken herstellen.

 

Von 2011 bis 2015 war Brönnimann künstlerischer Leiter von BIT20, dem führenden Ensemble für zeitgenössische Musik in Norwegen. Zudem stand er von 2008 bis 2012 dem National Symphony Orchestra of Colombia in Bogotá als musikalischer Leiter vor.

 

Zu den Höhepunkten von Brönnimanns Saison 2017/18 zählen mehrere bedeutende Debuts. In den USA dirigiert er im New Yorker Lincoln Center im Rahmen des Mostly Mozart Festival «Dark Mirror», Hans Zenders orchestrale Bearbeitung von Schuberts Winterreise mit dem Sänger Ian Bostridge, zudem gastiert er erstmals beim Oregon Symphony Orchestra. In Europa debütiert Brönnimann mit dem hr-Sinfonieorchester/Frankfurt Radio Symphony an den Internationalen Ferienkursen für Neue Musik in Darmstadt, mit dem WDR Sinfonieorchester in einem Programm zur Feier von Bernd Alois Zimmermanns 100. Geburtstag, zudem u.a. mit dem Estonian National Symphony und dem Orchestre National de Lyon.

 

Baldur Brönnimann arbeitet regelmässig mit den führenden zeitgenössischen Komponisten wie John Adams, Kaija Saariaho, Harrison Birtwistle, Chin Un-suk, Helmut Lachenmann, Magnus Lindberg oder Georg Friedrich Haas zusammen und hat massgebende Aufführungen der Werke von György Ligeti, Fausto Romitelli, Pierre Boulez, Claude Vivier oder Bernd Alois Zimmermann geleitet – vor Kurzem etwa an den BBC Proms oder im Wiener Konzerthaus.

 

Auch wenn zeitgenössische Musik eine wesentliche Rolle in Brönnimanns Arbeit spielt, ist er heute für das Repertoire der klassischen Musik ebenso gefragt und dirigierte in jüngster Zeit weltweit ein hochkarätiges Repertoire mit Orchestern wie dem Helsinki Philharmonic, dem Brussels Philharmonic, dem Orchestre National de Bordeaux oder dem Bergen Philharmonic.

 

Höhepunkte von Spielzeiten der jüngeren Vergangenheit waren u.a. Projekte mit dem Oslo Philharmonic, dem Royal Stockholm Philharmonic, dem Philharmonia Orchestra, dem BBC Symphony, dem Seoul Philharmonic, dem Orchestre Philharmonique de Strasbourg und dem Bergen Philharmonic sowie Debuts beim ORF Radio-Symphonieorchester Wien, beim Danish National Symphony, beim Aurora Orchestra sowie beim Münchener Kammerorchester.

 

Zu den Höhepunkten von Brönnimanns Opernkarriere zählen seine Zusammenarbeit mit La Fura dels Baus an Ligetis «Le Grand Macabre» an der English National Opera und dem Teatro Colón in Buenos Aires; Adams‘ «The Death of Klinghoffer» an der English National Opera; Saariahos «L’amour de loin» an der Norwegian Opera und dem internationalen Festival in Bergen sowie Romitellis «Index of Metals» mit Barbara Hannigan im Theater an der Wien. Im Teatro Colón dirigierte er Schönbergs «Erwartung», Szymanowskis «Hagith» und Lachenmanns «The Little Match Girl» mit dem Komponisten als Sprecher, sowie Zimmermanns «Soldaten».

 

Baldur Brönnimann lebt mit seiner Familie in Madrid.
 

Marcus Weiss Saxofon

Der 1961 in Basel geborene Marcus Weiss gilt als einer der vielseitigsten Saxofonisten seiner Generation. Sein Repertoire umfasst alle Epochen der kurzen Geschichte seines Instruments, von ihren Anfängen im impressionistischen Frankreich bis in die Gegenwart.

 

Er hat bei Iwan Roth an der Hochschule für Musik Basel, sowie bei Frederick L. Hemke an der Northwestern University (Chicago) studiert. 1989 erhielt er den Solistenpreis des Schweizerischen Tonkünstlervereins.

 

Mit unzähligen Uraufführungen neuer Kompositionen trägt Marcus Weiss seit Jahren massgebend dazu bei, dem Saxofon ein umfangreiches Repertoire zu verschaffen und den Begriff «klassisches Saxophon» zu entstauben. Dies solistisch, wie auch kammermusikalisch. So spielte er als Solist mit den verschiedensten europäischen Orchestern, aber auch mit den führenden Klangkörpern für zeitgenössische Musik.

 

Seit 1995 unterrichtet Marcus Weiss Saxofon und Kammermusik an der Hochschule für Musik Basel.

SWR Experimentalstudio Elektronik

Das in Freiburg in Breisgau domizilierte SWR Experimentalstudio verfolgt den Weg der Synthese von Kunst und Technik über das Prinzip des Dialogs. In der Regel entstehen hier Kompositionen mit Elektronik als Koproduktionen von Komponisten und erfahrenen Musikinformatikern und Klangregisseuren. In der Gestaltung von Aufführungen liegt – neben der Forschung und Produktion im Studio – ein großes Aufgabengebiet des Experimentalstudios.

 

Einerseits gehört ein fester Stab von Spezialisten zum Studio, andererseits vergibt das Experimentalstudio regelmässig Stipendien an Komponistinnen und Komponisten, um ihnen zu ermöglichen – sei es zu ihrer eigenen Orientierung oder mit einem konkreten musikalischen Vorhaben –, zusammen mit dem Team des Studios zu arbeiten.

 

Komponisten verschiedenster Richtungen wie Karlheinz Stockhausen, Pierre Boulez, Klaus Huber, Luigi Nono und viele andere mehr haben Werke für Live-Elektronik realisiert. Sie werden durch das Experimentalstudio in Zusammenarbeit mit Interpreten, Ensembles und Orchestern bei Festivals und Konzertveranstaltungen in ganz Europa aufgeführt.