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basel sinfonietta

Kritiken   >  Harold Lloyds "SAFETY LAST!"

Medienecho Harold Lloyds "Safety Last!"

Livemusik kann einen Stummfilm aktueller, lebendiger machen. Vor allem dann, wenn sie so präzis auf die Aktionen, Bilder und Gags komponiert ist wie die des New Yorker Carl Davis zu Harold Lloyds "Safety Last!". Live gespielte Filmmusik steht und fällt aber mit der Präzision. Und da muss man dem englischen Dirigenten Mark Fitz-Gerald und der hoch konzentrierten basel sinfonietta mehr als einen Kranz winden. Nicht nur ist jeder instrumentale Akzent, jeder Trommel- oder Paukenschlag sekundgenau, sondern ebenso mit stimmigem Ausdruck gesetzt - wie der leicht glissandierende Paukenschlag, wenn Lloyd hoch oben am Mauerabsatz eines Stockwerks den Kopf anschlägt. Spritzig, lebendig und leichtfüssig spielt die sinfonietta unter Mark Fitz-Gerald in der Basler Dreispitzhalle. Das gibt dem Film zusätzlichen Antrieb. Die Virtuosität und akrobatische Kunst, mit der Harold Lloyd, aber auch sein Kumpel Bill Strother agieren, wird durch die virtuos gespielte Musik getragen und damit augenfälliger. Das Publikum geniesst in der Basler Dreispitzhalle den herrlichen Film-Musik-Abend mit einer sinfonietta, die vor Spielfreude nur so strotzt, und einem - nicht nur für Filmmusik - exzellenten Dirigenten Mark Fitz-Gerald.
Basellandschaftliche Zeitung
 
Das Publikum hält den Atem an: Auf der Filmleinwand spielt sich Nervenkitzel pur ab, während das Orchester die waghalsigen Klettermanöver des Helden in schwindelerregender Höhe mit Streichertremoli, packenden Bläsereinwürfen und aufsteigenden Klangeffekten begleitet und musikalisch die Spannung schürt. Die basel sinfonietta unter Leitung von Mark Fitz-Gerald lässt in ihrem neuesten Konzertprojekt in der Dreispitzhalle in Münchenstein die goldenen Zwanziger Jahre aufleben: Zu Harold Lloyd's legendärem Streifen "Safety Last!" von 1923 spielt sie live die nachträglich geschriebene Filmmusik. Und die Zuschauer schwanken zwischen Schrecksekunden, wohligem Schaudern und befreiendem Gelächter. Genau diese Stimmung greift die Filmmusik von Carl Davis auf, die von der basel sinfonietta wunderbar swingend und wirkungsvoll in den Steigerungen interpretiert wird. Bei den cineastischen Höhenflügen zeigt das Basler Orchester enorm viel Spielwitz und gutes Gespür für die filmischen Effekte der Musik - bis zum Happy End.
Badische Zeitung