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basel sinfonietta

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Ideale
Mahler Nono

Leitung: Stefan Asbury

Sopran: Claudia Barainsky
Klavier: Marino Formenti
Klangregie: André Richard

Luigi Nono (1924-1990):
Como una ola de fuerza y luz (1971/1972)
Gustav Mahler (1860-1911):
Sinfonie Nr. 5 (1901-1905)

Erschütternde Grösse, furioser Taumel, burleske Leichtigkeit, tief empfundene Ruhe – und das alles in einer 70-minütigen Grosstat. Mit der fünften Sinfonie beschreitet Gustav Mahler neue Wege. Anders als bei den vorangehenden Beiträgen zur Gattung verzichtet Mahler auf programmatische Erläuterungen, obgleich auch die Fünfte autobiographische Züge trägt: Im Februar 1901 wäre der Komponist beinahe an den Folgen eines Blutsturzes gestorben. Die beängstigende Erfahrung findet im berühmten Trauermarsch des ersten Satzes ihren düster-beklemmenden Widerhall. Wie kaum ein Zweiter setzt der grosse „Weltschmerz-Komponist“ die Leiden und die Bitternis des Lebens in Musik und schafft dabei Werke, die auch heute in ihrer Kontrastfülle, ihrer breitformatigen Klangdimension und ihrem allumfassenden Anspruch zutiefst bewegen.
 
Ein soziales, ein idealistisches Anliegen zeichnet auch das Werk Luigi Nonos aus: Mit seinen kühnen Klang-Collagen beschreibt der Venezianer die grossen menschheitsgeschichtlichen Katastrophen des 20. Jahrhunderts. Die Komposition Como una ola de fuerza y luz setzt dem chilenischen Freiheitskämpfer Luciano Cruz, einem Gründungsmitglied der revolutionären Linken, ein musikalisches Epitaph. Der vollmundige Titel ist Programm: Mit entfesselter Energie wird der Zuhörer im Laufe eines sich steigernden dynamischen Kontinuums förmlich von „einer Welle aus Kraft und Licht“ übermannt. Ein Programm von Festspielformat, mit dem die basel sinfonietta erstmals beim berühmten Kunstfest Weimar zu Gast ist.
 
Die Originaltonbänder für "Como una ola de fuerza y luz" wurden von den Audio-Laboratorien der Fakultät DAMS-Musica der Universität Udine restauriert.