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basel sinfonietta

Konzerte 2009/2010  >  Januar 2010: ZWÖLF TÖNE FÜR BACH

Zwölf Töne für Bach
Bach Meier Webern

Leitung: Jürg Henneberger

Johann Sebastian Bach (1685-1750): Präludium und Fuge Es-Dur BWV 552, orchestriert von Arnold Schönberg, reduziert von Erwin Stein (1739/1928)
Anton Webern (1883-1945): Sinfonie op. 21 (1927/1928)
Hermann Meier (1906-2002): Stück für grosses Orchester (1960), Uraufführung
Hermann Meier (1906-2002): Stück für Orchester für Werner Heisenberg (1968), Uraufführung
Anton Webern (1883-1945): Variationen für Orchester op. 30 (1940)
Johann Sebastian Bach (1685-1750): Fuga (2. Riccercata) aus Das Musikalische Opfer BWV 1079/5; Fassung von Anton Webern (1747/1934)

Als Findling in der Musiklandschaft, als Monolith oder einfach als genialer Komponist ist er bezeichnet worden und dabei doch der grosse Unbekannte geblieben: Der Schweizer Komponist Hermann Meier. Während seiner Lehrtätigkeit in Zullwil/Solothurn komponiert er vorwiegend „für die Schublade“ und hinterlässt dabei ein reiches Oeuvre von über 100 Werken. Die gebührende Beachtung bleibt seinem Wirken versagt, zu eigensinnig steht Meier in der Musiklandschaft, quer zu den vorherrschenden Strömungen seiner Zeit. Ein Intellektueller, ein Dodekaphonist, ein Serialist, der sich noch in späten Jahren mit der elektronischen Musik beschäftigt. Die basel sinfonietta möchte mit ihrem Konzert an einen grossen Schweizer Komponisten erinnern, der zu lange schon von der offiziellen Musikgeschichtsschreibung ignoriert wurde.
 
Kompromisslos gibt sich auch das Werk Anton Weberns. Der wohl formstrengste Vertreter der Zweiten Wiener Schule schuf Kompositionen grösster Materialökonomie und orientierte sich dabei an den Strukturprinzipien der klassischen Tradition. Da liegt es nahe, den alten Meistern selbst zu neuem Leben zu verhelfen: In farbenreicher Orchestrierung lassen Webern und sein Lehrer Arnold Schönberg die Fugenwunderwerke Johann Sebastian Bachs erklingen, wobei es den Neutönern auf wundersame Weise gelingt, die Meisterschaft der thematischen Konstruktion instrumental zu durchleuchten. Eine spannende Begegnung der Jahrhunderte, die unvermutete Gemeinsamkeiten aufdeckt.

Termine:

Basel, Stadtcasino
Sonntag, 24. Januar 2010, 19 Uhr; 18 Uhr: Konzerteinführung im Hans-Huber-Saal

Bern, Dampfzentrale
Dienstag, 26. Januar 2010, 20 Uhr; 19 Uhr: Konzerteinführung